Muskelbetriebene Tragflächenboote

hydrofoils-Fliegen aus eigener Kraft! Das sind muskelbetriebene Tragflächenboote.

 

Im Jahre 1953 präsentierte die deutsche Wochenschau ein „Patent für fortschrittliche Fortbewegung“.  Ein Man mit einem stelzenähnlichen Gestell unter den Füßen steht im flachen Wasser, dann hebt er einen Fuß und als er sein Gewicht auf diesen verlagert um den anderen auch zu heben, sinkt dieser nicht, sondern gleitet vorwärts. Seitwärts stehend gleitet der Mann nun über das Wasser hinweg. Dabei treibt er die schmalen Flügel, die sich am Ende seiner Stelzen befinden, ähnlich wie die Flügel eines Vogels durch das Wasser. Es war der bayerische Diplom- Ingenieur Julius Schuck, der damals an der Isar in München seinen „Wasserläufer“ demonstrierte. Das erste mit Muskelkraft betriebene Tragflächenboot der Welt!
Doch war dies wohl noch nicht die richtige Zeit für diese Erfindung. So dauerte es bis in die 80er Jahre, bis sich wieder Menschen an die Entwicklung von mit Muskelkraft betriebenen Tragflächenbooten machten. Besonders im Rahmen von Universitätsprojekten wurden einige Modelle gebaut und Forschungsarbeit betrieben. Hier hat besonders das Massachusetts Institute of Technology (MIT) viel Arbeit geleistet. So hat Brewster (1979) am MIT eine der ersten Arbeiten über mit Muskelkraft betriebene Tragflächenboote geschrieben und seit 1991 hält das MIT den Geschwindigkeitsweltrekord für mit Muskelkraft betriebene Boote mit ihrem Decavitator. Aber auch die FH Flensburg hat bereits ein mit Muskelkraft betriebenes Tragflächenboot gebaut, welches als einziges seiner Art im Deutschen Museum ausgestellt ist.

hydrofoil-0745hydrofoil-0986