Die Idee des Balancierens ist fest verankert in verschiedenen Kulturkreisen. Bereits im antiken Griechenland und im alten Rom war diese Kunstform bekannt. Auf einem dünnen Seil tanzend wurden elegante Bewegungen und satirische Posen vorgeführt und bereits zu dieser Zeit wurden im Seiltanz verschiedene Disziplinen unterschieden.
Auch aus dem Mittelalter wird von Festen und Spektakeln berichtet in denen Seilakrobaten im Zentrum der Aufmerksamkeit standen. Im 19. Jahrhundert waren große Artisten wie Blondin oder Farini weltberühmt. Auf einem Hochseil, welches die Niagara-Fälle überspannte, wurden verschiedene Kunststücke präsentiert. In Korea ist das Jultagi, eine Form der erzählenden Seilakrobatik, im zu schützenden Kulturerbe aufgenommen worden. Und in vielen mittelasiatischen Provinzen besitzt das Seilbalancieren ebenfalls eine große kulturelle Tradition.




